Georg Zirbes
Holz­werkstatt
Georg Zirbes
Holz­werkstatt

Eine Schale ist in der Drechselbank eingespannt und wird bearbeitet

Am Anfang steht das Sehen

Ein grobes Stück Baumstamm ist der Beginn eines jeden Drechsel­projekts. Sich heran­zutasten, das Holz zu fühlen, aus dem vollen Volumen das gewünschte Objekt heraus­zudrehen – ein spannender Prozess im Dialog mit Material und Vorstellungs­kraft.

Werdegang

Als gelernter Tischler war ich nach der Weiter­bildung zum Holz­techniker 35 Jahre als technischer Angestellter in einem größeren Industrie­unter­nehmen zur Her­stellung von Fenster­elementen beschäftigt. Neben­beruflich führte ich in meiner eigenen Werkstatt viele Möbel- und Innen­ausbau­projekte durch. Seit einigen Jahren gilt mein Interesse dem Drechseln von Holz­schalen und kleinen Dosen.
Nach den vielen Jahren der industriellen Produktion ist es nun sehr spannend, meine eigenen Ideen vom groben Baumstamm bis hin zum endgültigen Objekt umzusetzen. Dabei gilt mein besonderes Augenmerk einer feinen Form­gebung, einwandfreier Pass­genauigkeit von Deckel und Korpus sowie der individuellen Heraus­arbeitung der Holz­charakteristika eines jeden Stücks.
Eine Hölzerne Vase steht in einer Werkstatt
Zwei dünn gedrechselte, gefleckte SchüsselnZwei von außen rot lackierte, gedrechselte Schüsseln von vorneEine außen schwarz lackierte, gedrechselte SchüsselZwei außen rot lackierte, gedrechselte Schüsseln von obenEine dünn gedrechselte Schale, durch deren Wand Licht scheintEine außen schwarz lackierte, gedrechselte Schale von oben

Material

Für meine Schalen und Dosen kommen haupt­sächlich heimische Laub­hölzer wie Schwarz­nuss, Eiche, Esche, Ahorn, Linde und Ulme zum Einsatz. Aber auch Obst­hölzer wie Kirsche, Pflaume und Apfel­baum schätze ich sehr für ihre deko­rativen Zeichnungen im Holz.
Am frisch gefällten Baum ent­scheide ich, wie der Stamm mit der Ketten­säge grob zu­geschnitten wird. Dabei wird schon die grund­sätzliche Aus­prägung der Schale bezüglich Form, Farbe und Maserung vorgegeben. Aus diesem „Frisch­holz“ wird anschließend an der Drechsel­bank ein Schalen­rohling hergestellt, der danach für einige Monate trocknet. Durch den hohen Feuchtigkeits­verlust unterliegt dieser Rohling einem „Verzug“ und verändert seine Form. Wenn der Trocknungs­prozess abgeschlossen ist, wird die Schale fertig­gedrechselt und erhält ihre endgültige Gestalt.
Als Oberflächen­finish für Schalen verwende ich aus­schließlich lebensmittel­echtes Hartöl auf Leinöl­basis. Alle Schalen sind mindestens zwei- bis dreimal geölt und daher sehr widerstands­fähig. Nach dem Gebrauch können sie feucht ausgewischt werden und hin und wieder mit etwas Leinöl aufgefrischt werden.
Dosen erhalten je nach gewünschtem Glanzgrad einen zusätzlichen Überzug mit Bienen­wachs als Politur.
Mehrere vorgedrechselte, noch dickwandige Schüsseln im Keller
Mehrere Drechseleisen liegen nebeneinanderEinige Stecheisen sind nebeneinander aufgehangenEine gedrechselte Schüssel mit Rinde und einem Ast als StielEine Schale ist in der Drechselbank eingespannt und wird gedrechselt
Mehrere Schüsseln hintereinander

Kontakt und Märkte

Auf dieser Home­page ist nur eine kleine Aus­wahl einiger Objekte abgebildet. Bei Interesse kann in meiner Werk­statt eine große Anzahl an weiteren Arbeiten angesehen werden. Bitte kontak­tieren Sie mich dafür einfach per Mail unter g.zirbes@hotmail.de.
Eine fein gedrechselte Dose neben mehreren Feigen
Eine gedrechselte Schale, die mit Pflaumen gefüllt istMehrere dünn gedrechselte Schalen, die ineinander gestapelt sindEine gedrechselte Schale aus Korkeiche, die mit Pflaumen gefüllt istMehrere gedrechselte Dosen mit Deckel, die in der Hand gehalten werdenEine Urne mit Deckel, die neben etwas Schleierkraut liegtZwei gedrechselte Schalen in hellem und dunklem Holz
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